© Stadt Bonn, Michael Sondermann

Rekultivierung Fortuna-Garsdorf

Der ehemalige Tagebau Fortuna-Garsdorf ist ein Beispiel für ackerbauliche und forstwirtschaftliche Rekultivierungsmaßnahmen nach Ende des Braunkohleabbaus.

Vor Gewinnung der Braunkohle wurden alle darüber liegenden Bodenschichten abgetragen. Die oberste Lössschicht wird dabei von Kies, Sand und Ton getrennt. Löss, ein während der letzten Eiszeit großflächig angewehtes Lockersediment, verleiht den Böden der Niederrheinischen Bucht dank seines Wasserspeichervermögens und guten Nährstoffgehalts ihre Fruchtbarkeit. Diese soll durch die Rekultivierung wieder hergestellt werden. Für die Bodenentwicklung wird der Löss mindestens 2 m dick aufgelagert. Eine Zwischenbewirtschaftung bereitet den Boden für die Rückgabe an die Landwirte vor: Luzerne lockert mit den tiefen Wurzeln den Boden auf, später werden verschieden Getreidesorten gepflanzt. Um Erosion zu vermeiden haben rekultivierte Ackerflächen ein möglichst geringes Gefälle. Außerdem schützen Hecken, Windschutzstreifen und Feldgehölze vor Verwehungen.

Für die forstwirtschaftliche Rekultivierung wird dem Löss Kies beigemischt, um die zukünftigen Waldflächen auch an geneigten Böschungen zu stabilisieren. Außerdem werden so schnell wie möglich standorttypische Baumarten, Stauden und Kräuter gepflanzt, um Erosion zu vermeiden.

Adresse

50181 Bedburg